Straßennamen - H
Straßennamen - H
Hagenweg (Wendhausen)
Laut Mitteilung der Gemeinde Schellerten aus dem Jahre 1984 hatte die „Verkehrsfläche am Pöttgermorgen“ (38 Wendhausen 5 38) noch keinen offiziellen Namen. Der Weg geht hinauf zum Großen Rathshagen, dem einstigen Besitz der Marienroder Zisterziensermönche und war auch eine fußläufige Verbindung von Wendhausen nach Listringen und Heinde. Der aktuelle Straßenname geht offenbar auf die Notwendigkeit zurück, dem in den 1970er Jahren erbauten Sportheim eine Postadresse zuweisen zu können. Zutreffender wäre die Bezeichnung „Ratshagenweg“ gewesen.
Harmskamp (Dingelbe)
Baugebiet 195x, Flurbezeichnung
Hasenwinkel (Ottbergen)
Amtlich seit: 1974
Herkunft: Ein Flurstück westlich der Straße nach Wendhausen heißt "Im Haasenwinkel", wahrscheinlich wurde der Straßenname vom Flurnamen abgeleitet.
1869: "Koppelweg im alten Teiche"
Bis 1974: "Ziegelei"; "Straße zur ehemaligen Ziegelei"
Hauptstraße (Ottbergen)
Amtlich seit: 1967
Herkunft: Hauptverkehrsweg durch den Ort in Nord-Süd-Richtung, Landstraße L 492.
1850: In einer Karte von 1849/50 ist der heutige Verlauf der Straße nicht vorhanden. Sie führte gerade in nördlicher Richtung bis zur Ecke "Hinter den Höfen" / "Kemmer Weg" und dann nördlich vom Ort nach Osten zur Straße "Auf der Schanze" und von hier nach Farmsen.
1869: In diesen Karten ist der heutige Verlauf eingezeichnet als Landstraße von Wendhausen nach Farmsen bzw. Schellerten. (Farmsen ist in der Karte gestrichen und handschriftlich durch Schellerten ersetzt.)
- Hauptstraße – Teichstraße – Freiheit: An der Stichstraße von der Hauptstraße steht das Haus Nr. 130, heute Hauptstraße 27. In die sem Haus waren in zeitlicher Folge die Molkerei, eine Schrotmühle, ein Gefrierhaus und ein Kolonialwarenladen angesiedelt. Am nordwestlichen Ende des Grundstücks führte ein schmaler Weg zum nördlichen Teil der Teichstraße und somit zur Freiheit. Diese Verbindung wurde geschlossen, nachdem die Betriebe und Geschäfte aufgegeben wurden.
Heerstraße (Farmsen)
Ist nach der von Hildesheim nach Wolfenbüttel führenden Heerstraße benannt. Nördlich der Straße Richtung Dingelbe wird eine Ackerfläche auch noch als Heerstraßen-Feld aufgeführt.
Heersumer Straße (Wöhle)
Vor 1974: Seit dem 17. Jahrhundert "Breite Straße" und im südlichen Teil "Trift" genannt.
Heideweg (Garmissen)
führt an der ehem. Sandkuhle vorbei zu den Heideflächen im Feld, z.B Ober- u. Unterheide
Heidfeldweg (Oedelum)
vom Flurnamen Heidfeld
Hermann-Ohlms-Straße (Schellerten)
* 05.05.1909, † 08.09.1992
Bürgermeister in Schellerten
Hettbergstraße (Garmissen)
führt in Richtung des Hett-Berges, der im Feld gelegen ist
Hildesheimer Straße (Bettmar)
Die alte Reichsstraße 1 von Aachen nach Königsberg ist sicher die bedeutendste Ost-West-Verbindung im deutschen Reich. Über diese Straße zog Zar Peter der Große auf seiner Reise nach Holland, ebenso Napoleon auf seinem Russlandfeldzug.
Die Straße war insbesondere im Bereich des Fürstbistums Hildesheim in einem sehr schlechten Zustand. So ist ein Schreiben der Post an das Reichsverwaltungsamt in Berlin überliefert, in dem die Post sich beschwert, in Hildesheim sei fast kein Durchkommen für die Postkutschen mehr. Die Straße zwischen Bettmar und Einum war, so ein Hinweis aus anderer Quelle, an die 100 m breit, weil die Fuhrwerke immer wieder auf trockenere Stellen ausweichen mussten. Das Fürstbistum Hildesheim wurde immer noch mehr oder weniger nach mittelalterlichen Methoden verwaltet. Die umliegenden Flächenstaaten wie etwa Hannover waren weit fortschrittlicher. Dort gab es schon befestigte Chausseen.
In dem Zusammenhang ist vorstellbar, dass die Bäume an den Straßen, die für unsere Gegend so typisch sind, auch angepflanzt worden sind, um die Fahrwege einzugrenzen, nachdem die Chausseen befestigt worden waren. Bei trockenen Verhältnissen war es immer noch komfortabler, neben dem Pflaster über den trockenen Boden zu fahren. Deswegen wurden neben den Pflasterstraßen immer sogenannte Sommerwege angelegt.
Hinter den Höfen (Ottbergen)
Amtlich seit: 1967
Herkunft: Die Straße verläuft hinter den Höfen, die sich auf den Grundstücken nördlich der Freiheit befinden.
1869: Koppelweg hinter der Freiheit
Die Stichstraße bis zum Friedhof gehört auch zur Straße Hinter den Höfen. Sie und ihre Verlängerung werden allgemein als Kemmer Weg bezeichnet.
Hinterm Dorf (Dingelbe)
die Straße lag am Nordwest-Rand des Dorfes
Hoheneggelser Straße (Oedelum)
dort geht es Richtung Hoheneggelsen
Hoher Weg (Dingelbe)
etwas höher gelegene Straße, K210
Holztrifft (Schellerten)
Bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts bildete die heutige "Holztrifft" die östliche Grenze des Dorfes. Auf einer Karte von 1868 trägt sie die Bezeichnung „Weg hinterm Dorfe“. Erst nach der Verkopplung in der Mitte des 19. Jahrhunderts wurde die östliche Seite der Straße besiedelt. Es bürgerte sich der Straßenname „Kleine Seite“ ein, weil hier – so die mündliche Überlieferung – die kleinen Bauern wohnten.
Nach der Gründung der Einheitsgemeinde Schellerten 1974 wurde die Straße zugunsten der Kleinen Seite in Dinklar in "Holztrifft" umbenannt. „Die Holztrift“ war ursprünglich der in der Verlängerung der Straße verlaufende Weg zum Vorholz. Auf einer Trift (sprachlich von treiben) wurde das Vieh auf die Weiden oder wie hier in den (Hude-)Wald getrieben.
Hopsfeld (Bettmar)
Die Feldmark in Richtung Hönnersum wird in alten Karten als "Hoopfeld" oder auch "Der hohe Hop" bezeichnet. Beides deutet auf eine kleine Erhebung, einen Haufen hin. Beim Blick in die Landschaft vor allem von der Straße nach Hildesheim, lässt sich das erahnen.