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Straßennamen - A

Straßennamen - A

 

 

Adolf-Kolping-Straße (Bettmar)

Adolf Kolping war ein katholischer Geistlicher, der im 19. Jahrhundert vor allen in den Städten Häuser und Zentren gründete, um den Menschen, die aus den kirchlich straff organisierten Dörfern in die Städte zogen, eine neue christliche Heimat zu bieten. Darunter waren viele Handwerker und einfache Arbeiter. 
Auch in Bettmar gab es seit jeher eine gut organisierte Kolpinggruppe, die Kolpingsfamilie, die sehr viel zum Dorfleben beigetragen hat. 

 

Ahstedter Straße (Schellerten)

Die „Landstraße von Schellerten nach Ahstedt“, wie die heutige „Ahstedter Straße“ im Verkopplungsriss von 1868 heißt, entstand, als 1852/53 in Schellerten die Verkopplung durchgeführt wurde. Bei der Neuaufteilung der Feldmark legten die Reiheleute eine ganz neue Straße fest. An dieser Stelle hatte es bisher keinen Weg gegeben.  
Die Besiedlung der Straße begann 1873 mit dem Bau der Ahstedt-Schellerter-Zuckerfabrik. Im Laufe der Zeit entstanden zahlreiche Nebengebäude. In der Nachbarschaft errichtete 1876 Gastwirt Wilhelm Schrader seine Gastwirtschaft mit Tanzsaal.

  

Alfred-Delp-Straße (Dingelbe)

seit 1974, zuvor Neue Straße
benannt nach dem Jesuitenpater Alfred Delp (1907-1945)
(keine persönliche Verbindung zu Dingelbe)

 

Alte Salzstraße (Garmissen)

alte Handelsstraße, führte früher weiter durchs Feld bis Lüders in Garbolzum

 

Alte Straße (Wendhausen)

Die „alte“ Straße ist erst seit 1936 alt. Da wurde nämlich einen Umgehungsstraße der Reichstraße 6 gebaut.  Die führte bis dahin von Hildesheim her geradeaus auf das Gasthaus zu, machte dann einen rechten Winkel nach Süden, um dann einen solchen nach Osten zu wiederholen, ehe es dann ohne solche innerörtlichen Kurven in Richtung Heersum ging. Dazu musste ein schönes Gründerzeithaus von Bäcker Ließmann abgerissen werden. Anzumerken ist, dass aber die Alte Straße auch erst seit dem 18.Jahrhundert diesen Verlauf auf das Wendhäuser Gasthaus zu hatte. Solange der „Krug“, bis ca. 1690, nahe des Rittergutes, vielleicht bei Schimmer, gelegen hat, kam man ungefähr auf der Strecke der heutigen Schulstraße nach Wendhausen hinein.   

 

Altes Feld (Schellerten)

Nach längerer Erläuterung stimmte der Ortsrat Schellerten am 27. Februar 1992  über zwei Anträge zur Benennung der Straßen im Bebauungsplan Holztrifft ab. Den Antrag „Planstraße A – Gartenring, B – Imkerstraße, C – Bötcherstraße“ lehnten die Ortsratsmitglieder mit 4:2 Stimmen ab. Den Antrag „Planstraße A – Gartenring, B – Stellwanne, C – Altes Feld“ nahmen sie hingegen mit 4:2 Stimmen an. 
Den Beschluss zur Planstraße A revidierte der Ortsrat Schellerten nach einigen Wochen mehrheitlich.  Fünf Jahre später widmete der Rat der Gemeinde Schellerten die Straßen „Stellwanne“, „Altes Feld“ und „Imkerstraße“ dem öffentlichen Verkehr. 
Bis in die Mitte der 1990er Jahre war der Bereich des Bebauungsplans Holztrifft zwischen Holztrifft, Berliner Straße, Strickerburg und Laaseweg größtenteils Gartenland. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts waren rund um diesen Bereich Anbauerstellen und Siedlungshäuser entstanden. Im Kern verblieben hier aber Gärten für die Dorfbevölkerung, wie es sie über Jahrhunderte rund um das Dorf gegeben hatte. Die sich selbst versorgenden Familien bauten hier an, was in den Hausgärten keinen Platz fand. 

  

Am Angerteich (Bettmar)

Straße von den Wispeln am Spielplatz vorbei Richtung Osten
Unter dem Spielplatz befand sich früher der Angerteich. Er wurde zugeschüttet. Darunter befindet sich heute ein Löschwasserbrunnen. 

 

Am Bahnhof (Bettmar)

Straße vor dem früheren Bahnhof Bettmar

 

Am Bankkamp (Kemme)

vor 1974: Farmser Weg
seit 1974: Am Bankkamp
Namensherkunft: So benannt nach dem östlich angrenzenden Flurstück

 

Am Brink (Dingelbe)

liegt am Brink

 

Am Erbsenbrunnen (Schellerten)

Im April 1999 beschloss der Ortsrat Schellerten: „Die neugebaute Straße zwischen der Dorfstraße und der Rathausstraße am Kindergarten soll „Am Erbsenbrunnen“ benannt werden.“
Am 3. Mai 1999 stimmte der Schellerter Gemeinderat der Entscheidung des Ortsrates zu. Zuvor hatte Ratsfrau Heidrun Kroll die Geschichte des Erbsenbrunnens erläutert: „Der Erbsenbrunnen wurde ab 1757, wegen seines weichen Wassers, zum Einweichen von Erbsen genutzt. 1905 geriet er aber in ein ungutes Licht, weil August Peters in dem Brunnen ertrank. Nach einer Reinigung wurde der Brunnen geschlossen und eine Pumpe angebracht.“
Der Erbsenbrunnen mit seiner Pumpe befindet sich vor der DRK-Kindertagesstätte „Die Rübenwichtel“. Auf einer Karte von 1868 ist an dieser Stelle kein Brunnen eingezeichnet. In der Dorfstraße befanden sich an anderer Stelle zwei Dorfbrunnen: der „Immerso“ auf dem Platz vor heute Dorfstraße 3 und ein weiterer am Thieplatz am Beginn des Kronenbergs.
Am 3. September 2001 widmete der Verwaltungsausschuss der Gemeinde Schellerten die nun fertiggestellte Straße "Am Erbsenbrunnen" dem öffentlichen Verkehr.  

 

Am Freibad (Garmissen)

Dieser Weg führt zum Freibad. 

 

Am Gute (Dingelbe)

liegt am Gut

 

Am Hagen (Wöhle)

Vor 1974: Am Hagen, Hinterm Dorf

 

Am Heller (Oedelum)

Vom Heller einem Wasserlauf und Teich nebenan

 

Am Holzacker (Schellerten)

Am 28. Juni 2000 beschloss der Ortsrat Schellerten: „Die südlich des Friedhofs verlaufende Straße zwischen der Holztrifft und der Farmser Straße soll „Am Holzacker“ benannt werden."  Am 22. Oktober 2001 widmete der Rat der Gemeinde Schellerten diese nun komplett fertiggestellte Straße dem öffentlichen Verkehr. 
Der Straßenname nimmt Bezug auf die Flurbezeichnung „Die Holzacker“ für die Felder die südlich von Schellerten (Richtung Wald/"Holze") zwischen der Straße nach Farmsen und der Holztrift liegen. 

 

Am Langenteich (Oedelum)

Vom Langenteich nebenan

 

Am Rittergut (Wendhausen)

1997 entstand diese Bezeichnung für das Neubaugebiet auf dem „Oberen Worthkamp“. Es war eine Erfindung des Investors „Wertinvest“, der sich dadurch einen besseren Verkauf seiner Häuser erhoffte. Aus des Bebauung „aus einer Hand“ mit einer gewissen Einheitlichkeit der Architektur ist, wie man sehen kann, dann doch nichts geworden.

  

Am Silberbeek (Wöhle)

Der Weg liegt erst seit Mitte des 19. Jahrhunderts im Dorf. Der Name ist die Bezeichnung für den am unteren Ende des Weges vorbeifließenden Bach.

  

Am Unsinnbach (Wendhausen)

Weil es in fast jedem Ort der neuen Gemeinde Schellerten eine Dorfstraße gab, musste 1974   Wendhausen einen anderen Namen für diesen „Weg im Dorf“ finden. Es lässt sich nicht mehr ergründen, wie es zu „Am Unsinnbach“ kam. Der Graben durchs Dorf, der aus der Hünenquelle unter dem Rösekenberg kommt und sich im Gutsteich mit dem Wasser der Quelle des Klageswellenteichs zum Ilsenbach vereinigt, verliert tatsächlich hinter Bettmar seinen Namen und ist in Bavenstedt der „Unsinnbach“. Da kann auch der Bach in Wendhausen schon Unsinnbach heißen! Übrigens, solange es die Gutsmühle gab, nannten die Wendhäuser den ersten Abschnitt des Ilsenbaches unterhalb des Dorfes „Mühlengraben“.    

 

Am Zollhaus (Bettmar)

Die Bezeichnung ist eigentlich falsch. die Schranke vor dem Haus Nr. 13, die auf einem alten Bild von 1824 noch zu sehen ist, war keine Zollschranke, sondern eine Mautschranke für die Straßennutzungsgebühr. Dort wohnte der königlich-hannoversche Chausseegeldeinnehmer. 
Ein ähnliches Gebäude findet sich an der Straße von Achtum nach Uppen. Dort war bis vor kurzem ein Malerbetrieb ansässig. Der Großvater des inzwischen verstorbenen Malermeisters war - so hat er es selbst erzählt - noch Chausseegeldeinnehmer.
In Bettmar war das Haus Hildesheimer Straße 13 das Haus des Königlich-Hannoverschen-Chausseegeldeinnehmers. 1927 wurde es aufgestockt. Links daneben befand sich der ehemalige Krügerteich. 

 

An der B1 (Kemme)

seit 1974: An der B1
Namensherkunft: So benannt nach der Bundesstraße 1
vor 1974: Hauptstraße
Namensherkunft: So benannt ihrer Bedeutung; also "Hauptstraße" - keine Nebenstraße
ältere Bezeichnungen: um 1848 "Braunschweiger Chaussée"

 

An der Marienkirche (Farmsen)

früher: Kirchstraße
Nach der dort gebauten Kirche "Unbefleckte Empfängnis Mariä" benannt.

 

An der Ohe (Ottbergen)

Amtlich seit: 1967
Herkunft: Das angrenzende Flurstück hat die Bezeichnung „Die Ohe“. Das Baugebiet liegt also an der Ohe. Der zwischen Baugebiet und Flurstück verlaufende Graben, der zur Wasser­versorgung der Ottberger Mühle angelegt wurde und fälschlich oft als „Ohe“ bezeichnet wird, hat nichts mit der Namensgebung der Straße zu tun.

 

An der Schelle (Schellerten)

Der Straßenname nimmt Bezug auf den heute im Ortsbild nicht mehr sichtbaren Bach „Schelle“. 
Die Schelle entsteht im Gebiet des nördlichen Teils des Friedhofs, Rathausstraße, alte Schule. Sie floss bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts offen westlich um Kirche und Kirchhof herum, im Weiteren folgt die heutige Dorfstraße ihrem ursprünglichen Verlauf. Auf dem heutigen Dorfplatz speiste die Schelle einen Teich. Ein weiterer Teich befand sich auf dem heute noch recht großen Areal in Verlängerung der Dorfstraße, nördlich der Berliner Straße. Von hier aus floss die Schelle dann weiter bis in die Dinklarer Klunkau. 
Heute ist die Schelle im Dorf vollständig verrohrt. 
Der heute parallel zur Bahn verlaufende Teil der Straße „An der Schelle“ trug bis in die 1970er Jahre hinein den Namen „Weg nach der großen Wiese“ oder „Wiesenweg“. 

  

An der Worth (Schellerten)

In den Jahren 1960 und 61 entstand östlich von „Brandes Wort“ eine neue Siedlung mit Anbauerhäusern. Die Straße bekam zunächst den Namen „Junkergarten“. 1971 beschloss der Gemeinderat, die Straße in „Worth“ umzubenennen, womit die Anlieger nicht einverstanden waren. Auf Antrag des Ratsherrn Bennecke wurde die Straßenbenennung schließlich in „An der Worth“ geändert.
Zum Hof des Ratsherrn Bennecke gehörte seit Ende des 18. Jahrhunderts das zwischen heute Rathausstraße, Holztrifft und Junkerstraße gelegene, zwei Morgen große Grundstück, das über Jahrhunderte die Bezeichnung „Worth“ trägt. Der Begriff „Worth“ steht für eine erhöht gelegene Hofstelle oder ein erhöht gelegenes Grundstück.

 

Auf der Höhe (Dingelbe)

Baugebiet 193x, 195x

 

Auf der Marsch (Bettmar)

Straße zwischen den Grundstücken und Höfen von Günter Heine und Franz-Josef Aue.
Früher war dort ein Graben, der "Masche" geannt wurde. "Wir spielen heute an der Masche."
Im Zuge des Baus der Dorfentwässerung wurde dieser Graben verrohrt. Dadurch ist ein Weg entstanden, der auf den ersten Metern, wo Familie Heine ein Haus gebaut hat, gepflastert wurde. 
Den Begriff "Masch" gibt es in vielen Orten, nicht zuletzt in der Leinemasch in Hannover. Offenbar geht es immer um tiefliegende Gräben oder Weideland an Flüssen. In der Gauß'schen Landesaufnahme von 1840 wird der Bereich auch mit "Masch" bezeichnet, in einer Karte von Borries von 1833 aber bereits als "Marsch".

 

Auf der Schanze (Ottbergen)

Amtlich seit: 1967
Herkunft: Östlich der Straße liegt das Flurstück "Auf der Schanze". Name von dort abgeleitet.
1869: "Koppelweg auf der Schanze"

  

August-Henze-Straße (Schellerten) 

* 21.12.1887, † 06.12.1972
Bürgermeister in Schellerten

 

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