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Dinklar wird über Glasfaser an schnelle DSL-Verbindung angeschlossen

21.09.2011

Dinklar wird über Glasfaser an schnelle DSL-Verbindung angeschlossen

htp-Geschäftsführer Thomas Heitmann stellt vor, wie es mit Telekom-Hilfe gelungen ist, Dinklar mit einer schnellen DSL-Leitung zu versorgen, Dinklars Ortsbürgermeister Herbert Aselmeier und Schellertens Bürgemeister (links) freut's. Foto: Mierzowsky
htp-Geschäftsführer Thomas Heitmann stellt vor, wie es mit Telekom-Hilfe gelungen ist, Dinklar mit einer schnellen DSL-Leitung zu versorgen, Dinklars Ortsbürgermeister Herbert Aselmeier und Schellertens Bürgemeister (links) freut's. Foto: Mierzowsky
(Schellerten/sky) htp-Geschäftsführer Thomas Heitmann stellt vor, wie es mit Telekom-Hilfe gelungen ist, Dinklar nun doch mit einer schnellen DSL-Leitung zu versorgen, Dinklars Ortsbürgermeister Herbert Aselmeier und Schellertens Bürgemeister (links) freut's. (Foto: Mierzowsky) 

Über einen Umweg gelingt es nun, die Dinklarer bis zum Ende des Jahres mit einer schnellen Internetverbindung zu versorgen. Wobei lange Wegstrecken eigentlich bei einer regulären Kabeltrasse dazu führen, dass die Datenübertragung schlapp macht. Genau mit diesem Problem hatte die htp GmbH zu kämpfen, die sich auf die Fahne geschrieben hat, den Ortschaften der Gemeinde Schellerten Übertragungsraten von bis zu 50 Mbit pro Sekunde anzubieten.

Während rund um Dinklar Ortschaft um Ortschaft ans neue VDSL-Netz per Glasfaserkabel angeschlossen ist, blieb Dinklar sehr zum Verdruss seiner Bewohner abgeschlagen. Die neue Trasse umkreiste die Ortschaft. Ursprünglich war es zwar vorgesehen, zwei Übergabepunkte der Telekom in Dinklar zum Einspeisen zu nutzen. Doch die waren zur Überraschung der htp von der Telekom stillgelegt, erläutert Firmengeschäftsführer Thomas Heitmann. "Sehr ärgerlich", sagt er, "das hat der Mitbewerber allerdings auch so gesehen." Und so kam es, was in der Konkurrenzsituation eher nicht vorkommt, zum Schulterschluss beider Unternehmen. Die Telekom gibt die Anschlüsse frei und übernimmt einen Teil der Leitungskosten, die die htp für eine neue Verbindung westlich der Ortschaft legt. Quasi als Weiche von der Glasfaserstrecke zwischen Bettmar und Ottbergen.

"Das ist preiswerter, übers Land zu gehen, als durch Farmsen", sagt Heitmann. Zwar gibt es dort bereits eine Minimalversorgung mit 8 Mbit pro Sekunde, doch die sei sehr störanfällig, fügt er hinzu:"Aktuell mag es zwar reichen, aber zukunftsfähig ist die Geschwindigkeit nicht."

Neben Dinklars Ortsbürgermeister Herbert Aselmeier hat sich vor allem auch Schellertens Gemeindebürgermeister Axel Witte dafür eingesetzt, dass Dinklar "nicht zu den weißen Flecken auf der Kommunikationslandkarte zählt".

Nun müssen die Dinklarer zwar noch bis spätestens Ende des Jahres warten, doch wahrscheinlich können schon die ersten Fotos vom Weihnachtsbaum in hoher Auflösung von Dinklar per E-Mail in alle Welt geschickt werden. Trotz der Fördermittel seitens der EU und des Bundes für DSL-Verbindungen hängt die Wirtschaftlichkeit eines Netzausbaus auch von der Zahl der Kunden ab, sagt Heitmann. Außerdem stünden die einzelnen Netzanbieter in starker Konkurrenz zueinander.

"Wir legen natürlich dort keine Leitungen, wo andere schon tätig sind", sagt Heitmann. Insofern sei es schon eine Besonderheit, in Dinklar mit der Telekom zu kooperieren: "Die hatten in ihrer Dokumentation alte Daten verwendet, sind uns dafür aber entgegengekommen." Geht doch.

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Abdruck mit freundlicher Genehmigung des Autors (Norbert Mierzowsky/Hildesheimer Allgemeine Zeitung)

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