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Spätfolge der Flut: Schellerten schließt Sporthalle

Auch durch den Einsatz von Trocknungsgeräten ist es nicht gelungen, den Schwingboden der Sporthalle Schellerten zu retten Foto (c) Witte / Gemeinde Schellerten
Auch durch den Einsatz von Trocknungsgeräten ist es nicht gelungen, den Schwingboden der Sporthalle Schellerten zu retten Foto (c) Witte / Gemeinde Schellerten
(Schellerten/am) Der Schwingboden in der Sporthalle Schellerten ist infolge eines Wasserschadens völlig durchgenässt und muss erneuert werden. Die Gemeinde hat einen Notfallplan für die Sportvereine entworfen. 

Es ist eine Spätfolge des Hochwassers Ende Mai: Der Fußboden in der Schellerter Turnhalle ist hin und muss ausgetauscht werden. Das Wasser stand zwar nicht meterhoch an der Sprossenwand, dennoch richtete es großen Schaden an. Es sickerte durch die Bodeneinlässe unter den Hallenboden. Dort saugte sich die Dämmung voll. Die Hoffnung, spezielle Trockengeräte könnten den Boden unter dem Boden wieder trocknen, zerschlug sich. Ein Fall für die Versicherung.  

Die Schellerter Sporthalle ist 1979 gebaut worden. In all den Jahren hat kein Hochwasser dem Gebäude zusetzen können. Ende Mai aber kam das Wasser von den Feldern, bahnte sich seinen Weg und umspülte die Turnhalle. Gut 30 Zentimeter hoch stand das braune Wasser an den roten Klinkersteinen.

„Die Feuerwehr war schnell zur Stelle und pumpte ab“, erzählt Gemeindebürgermeister Axel Witte. Doch die Retter konnten nicht verhindern, dass Wasser durch die Ritzen der Notausgangstür lief.

Zunächst hatte der Verwaltungschef noch die Hoffnung, dass Trockengeräte den Schaden in Grenzen halten können. Doch weit gefehlt. Nach der Trocknungsphase brachte eine Untersuchung die Wahrheit ans Licht: Unter dem Schwingboden sitzt die Nässe.

Nun muss der Boden komplett ausgetauscht werden – und das ist nicht mal eben so schnell zu erledigen. Wahrscheinlich wird die Halle bis zum Ende der Herbstferien geschlossen bleiben. 130.000 bis 150.000 Euro wird der Austausch kosten. Eine entsprechende Versicherung übernimmt die Schadensregulierung. „Sowie die Freigabe durch die Versicherung erfolgt, werden wir den Auftrag ausschreiben“, kündigt Witte an.

Innerhalb der Sommersaison ist der Schaden nicht zu beheben. Daher musste ein Hallen-Nutzungs-Notfallplan aufgestellt werden. „Das ist gut gelungen, die Vereine waren sehr kooperativ“, freut sich Witte. Auch die Ortschaften in der Gemeinde zeigen sich gastfreundlich und teilen Hallenzeiten. Fünf von sechs Punktspielen der Oberliga-Handballer von TV Eiche Dingelbe sind schon umorganisiert. In der Dingelber Halle werden die Handballer trainieren, Gymnastikgruppen treffen sich beispielsweise in der Klosterturnhalle in Ottbergen und die Grundschüler aus Schellerten werden in Bettmar aufgenommen.

Bei all dem Ungemach und der Mehrarbeit ist Witte dennoch froh, dass Schellerten bei dem Hochwasser recht glimpflich davongekommen ist.

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(gekürzter) Abdruck mit freundlicher Genehmigung der Autorin (Andrea Hempen/Hildesheimer Allgemeine Zeitung)

Bild: Auch durch den massiven Einsatz von Trocknungsgeräten ist es nicht gelungen, den Schwingboden der Sporthalle Schellerten zu retten Foto (c) Witte / Gemeinde Schellerten

 

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