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Offener Bücherschrank für Jedermann im Schellerter Rathaus

Bürgermeister Axel Witte eröffnet gemeinsam mit der Initiatorin des Projektes, Lea P. Lange aus Ottbergen und der Leiterin des Bürgerbüros, Bianca Dahle-Rieger den offenen Bücherschrank im Flur des Schellerter Rathauses Foto: Wiechens
Bürgermeister Axel Witte eröffnet gemeinsam mit der Initiatorin des Projektes, Lea P. Lange aus Ottbergen und der Leiterin des Bürgerbüros, Bianca Dahle-Rieger den offenen Bücherschrank im Flur des Schellerter Rathauses Foto: Wiechens
(Schellerten/htw) Bürgermeister Axel Witte eröffnet gemeinsam mit der Initiatorin des Projektes, Lea P. Lange aus Ottbergen und der Leiterin des Bürgerbüros, Bianca Dahle-Rieger den offenen Bücherschrank im Flur des Schellerter Rathauses Foto: Wiechens. 

Seit kurzem gibt es auch in der Gemeinde Schellerten einen offenen Bücherschrank. Dieser steht im Erdgeschoss des Rathauses im Wartegang vor dem Bürgerbüro.  Die Initiative dazu hatte Lea Petra Lange. Kurzerhand schrieb sie Bürgermeister Axel Witte eine E-Mail mit Bitte, auch in Schellerten eine derartige „öffentliche (Aus)tauschbücherei“ einzurichten. In der Verwaltung fand sie sofort ein offenes Ohr.

Es handelt sich um einen offener Schrank im öffentlichen Raum zum Aufbewahren von Büchern, die kostenlos, anonym und ohne jegliche Formalitäten zum Lesen, zum Mitnehmen oder Austauschen genutzt werden können. Das Mitmachen ist im Grunde ganz einfach. Buch aussuchen, mitnehmen, lesen und wieder zurückstellen. Man kann sie aber auch behalten, wenn man andere Bücher dafür mitbringt.

Der Fachbereichsleiter für den inneren Dienst, Schule und Bürgercenter, Stefan Lindinger, unterstützte gemeinsam mit der Leiterin des Bürgerbüros, Bianca Dahle-Rieger das Projekt. So wurde auf bereiter Ebene um Bücher geworben. Der Ortsrat Wendhausen überreichte zum Start eine Fülle von gut erhaltenen Büchern aus der dortigen Gemeindebücherei. Auch aus der Bevölkerung gingen täglich zahlreiche Bücherspenden ein. Lindinger machte im Haushalt der Gemeinde einige Euros locker, um den notwendigen Schrank dafür zu kaufen.

Inzwischen ist eine so große und buntgemischte Auswahl an Bücher eingegangen, dass schon ein Vorrat angelegt werden konnte. Bürgermeister Witte zeigt sich vom Anlauf der „Leseratten“ bereits nach wenigen Tagen begeistert. „Das ist einfach eine tolle Idee und eine echte Bereicherung für die Gemeinde, die natürlich auch ein hohes Vertrauen in die Menschen voraussetzt“. Der Bücherschrank, so Witte, sei eine schnelle und unkomplizierte Alternative zur Bibliothek.

Initiatorin Lange bemerkte bei der Einweihung, dass es viel zu schade sei, gute Bücher wegzuschmeißen. Es sei es doch schön, anderen Menschen damit eine Freude zu bereiten. Dahle-Rieger geht als Leiterin des Bürgerbüros sogar noch einen Schritt weiter. Wenn jemand seinen Reisepass für eine geplante Urlaubs- oder Dienstreise abholt, dann biete sie den „Kunden“ einen der vielen Reisebildbände. Das Angebot im Bücherschrank ist inzwischen schon ganz enorm. Im Flur hat die Gemeinde neben dem Schrank noch eine kleine Leseecke eingerichtet. Dort kann man die Bücher kurz anlesen und mitnehmen, wenn sie einem gefallen. Der offene Bücherschrank, so Dahle-Rieger, spare nicht nur Zeit, sondern natürlich auch Geld.

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(geänderter) Abdruck mit freundlicher Genehmigung des Autors (Hans-Theo Wiechens/Hildesheimer Allgemeine Zeitung)

 

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