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Projekt für Dingelbe: Feuerwehr-Garage, Abstellräume und Freifläche als Treffpunkt

Neben dem Feuerwehrhaus ist rechts eine zweite Fahrzeugbox geplant. Dahinter soll ein Anbau mit Nebenräumen entstehen. Das angrenzende Dorfgemeinschaftshaus soll durch den direkten Zugang zu einer neuen gepflasterten Freifläche attraktiver werden. Foto:Wedig
Neben dem Feuerwehrhaus ist rechts eine zweite Fahrzeugbox geplant. Dahinter soll ein Anbau mit Nebenräumen entstehen. Das angrenzende Dorfgemeinschaftshaus soll durch den direkten Zugang zu einer neuen gepflasterten Freifläche attraktiver werden. Foto:Wedig
(Schellerten/tw) Neben dem Feuerwehrhaus ist rechts eine zweite Fahrzeugbox geplant. Dahinter soll ein Anbau mit Nebenräumen entstehen. Das angrenzende Dorfgemeinschaftshaus soll durch den direkten Zugang zu einer neuen gepflasterten Freifläche attraktiver werden. Foto:Wedig

Drei Wünsche sollen in Dingelbe mit einem Bauprojekt auf einen Streich verwirklicht werden: Die Gemeinde will die beiden Fahrzeuge der Feuerwehr an einemStandort zusammenziehen, der den Brandschützern künftig auch einen separaten Dusch- und Umkleideraum bietet. Die Dorfgemeinschaft soll außerdem hinter dem angrenzenden Dorfgemeinschaftshaus einen Platz zum Feiern und in neuen Nebengebäuden zusätzliche Abstellflächen erhalten.

Wie alles unter einen Hut zu bringen ist, hat Architekt Detlef Jüttner im Bauausschuss der Gemeinde vorgestellt. Dessen Mitglieder segneten das Raumkonzept ab und beauftragten den Planer, die Kosten genau zu berechnen. Bürgermeister Axel Witte hofft, dass diese dann deutlich niedriger liegen werden als in einer ersten groben Schätzung nach Kostentabellen. Demnach erwartet der Architekt derzeit noch Kosten von bis zu 230 000 Euro – eine Marke, die bei allen Beteiligten zunächst einen Schreck auslöste. Die Summe soll nicht nur durch andere Berechnungsgrundlagen, sondern auch durch Eigenleistungen der Einwohner sinken. Die kündigte Ortsbrandmeister Stefan Steinke im Namen der Feuerwehr ebenso an wie Ortsbürgermeister Johannes Ossenkopp für die Dorfgemeinschaft der Vereine. Mit dem Konzept zeigten sich beide grundsätzlich zufrieden.

Die zweite Feuerwehr-Garage soll nicht parallel, sondern leicht winklig versetzt zur bestehenden Fahrzeughalle entstehen. Das liegt vor allem am Verlauf der Grundstücksgrenze. Mit dembetroffenen Nachbarn soll die Gemeinde ebenso über die Pläne verhandeln wie mit der Kirchengemeinde.

Denn eine Fläche, die quasi als größere Terrasse für das Dorfgemeinschaftshaus gepflastert werden soll, grenzt an das Pfarrgrundstück. Die Kirchengemeinde hat jedoch schon ihr Einverständnis signalisiert. So bahnt sich in Dingelbe eine Kooperation der Dorfgemeinschaft mit der Feuerwehr, der Kirche und der politischen Gemeinde an. Das zweite Feuerwehrauto steht derzeit noch in einer alten Garage, ein paar Straßen weiter. In der kleinen Fahrzeughalle neben dem Dorfgemeinschaftshaus müssen sich die Feuerwehrleute direkt neben ihrem Auto umziehen. „Das ist eigentlich gar nicht zulässig“, begründete der Architekt seine Einschätzung, dass sich dort etwas ändern muss.

Auf größere Skepsis war bei einer Vorstellung der Pläne in Dingelbe nur ein Umstand gestoßen: Für das Nebengebäude mit Umkleide- und Abstellraum, das sich zwischen die beiden Fahrzeugboxen schmiegen soll, sieht der Architekt ein Flachdach vor. Diesen Plan verteidigte Jüttner im Ausschuss: Es sei billiger und bautechnisch wegen des winkligen Anbaus besser zu verwirklichen.

Der Fachbereichsausschuss sprach sich einstimmig dafür aus, das Projekt weiter zu planen. Das heißt: Der Architekt soll bald eine detaillierte Kostenberechnung vorlegen, die Gemeinde mit der Kirche und dem Nachbarn verhandeln. Ob das Vorhaben verwirklicht wird, dürfte vom endgültigen Kostenrahmen abhängen. Im Haushaltsplan der Gemeinde für 2011 sind bisher 100.000 Euro für eine zweite Feuerwehr-Fahrzeugbox angesetzt.

Abdruck mit freundlicher Genehmigung des Autors (Thomas Wedig/Hildesheimer Allgemeine Zeitung)

 

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