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Einstimmung auf das Osterfest - Kunsthandwerkermarkt in der Schulaula zieht mehr als 1000 Besucher nach Ottbergen

Zwölfter Kunsthandwerkermarkt in der Richard-von-Weizsäcker-Schule in Ottbergen. Über 1000 Besucher tummelte sich an den 63 Ständen. Immer auf der Suche nach einem Schnäppchen oder einem hübschen Geschenk. (Foto: Schlittenbauer)
Zwölfter Kunsthandwerkermarkt in der Richard-von-Weizsäcker-Schule in Ottbergen. Über 1000 Besucher tummelte sich an den 63 Ständen. Immer auf der Suche nach einem Schnäppchen oder einem hübschen Geschenk. (Foto: Schlittenbauer)
(Schellerten/hs) Zwölfter Kunsthandwerkermarkt in der Richard-von-Weizsäcker-Schule in Ottbergen. Über 1000 Besucher tummelte sich an den 63 Ständen. Immer auf der Suche nach einem Schnäppchen oder einem hübschen Geschenk. (Foto:Schlittenbauer)

Ein scharfer Ostwind bei gefühlten minus fünf Grad fegte über den Kapellenberg in Ottbergen. Von Frühlingsboten keine Spur. Wer auf der Suche nach solchen Anzeichen war, musste schon in die Richard-von-Weizsäcker-Schule gehen. In der Sporthalle, im Flur und in Klassenräumen organisierte der Förderverein zum zwölften Mal einen Kunsthandwerkermarkt mit 63 Ausstellern.

Über den Tag verteilt kamen mehr als 1000 Besucher, um sich auf den März und das Osterfest einstimmen zu lassen. Die Auswahl der ausstellenden Hobbykünstler liegt nach wie vor in den Händen von Marita Krone-Studnik, die selbst mit einem Schmuckstand vertreten war. Sie ist immer auf der Suche nach ausgefallenen hochwertigen Artikeln, alles Unikate. „Serienware kommt nicht auf den Tisch“, beteuert sie. Sie besucht immer wieder etliche Ausstellungen und knüpft persönliche Kontakte. So schaffe sie es stets aufs Neue, dem Publikum eine bunte Palette an ausgefallenen hochwertigen Artikeln näher zu bringen.

Unter den 15 Neueinsteigern war Theresia Grau aus Oldenburg. Ihre beleuchteten Lampen entstehen aus Papier auf Folie. „Wichtig ist, jedes Teil auf den Millimeter genau mit der Hand auszuschneiden und exaktmiteinander zu verbinden“, erklärt sie. Die Technik stamme von einem jungen Dänen und sei in der Hildesheimer Region nicht so verbreitet. Deshalb sei sich auch nach Ottbergen gekommen. „Gut drei Stunden brauche ich schon, um eine Kugelleuchte mit 45 Zentimeter Durchmesser herzustellen“, sagt sie.

Gleich daneben steht Anneliese Brockmann aus Soltau hinter einem reichlich mit Bernsteinschmuck dekorierten Tisch. Sie und ihr Mann sammeln das Material fast ausschließlich im Urlaub auf der Nordseeinsel Neuwerk. Im vergangenen Jahr brachten sie 700 Gramm zusammen. Die verarbeitet die Ehefrau dann zu hübschenKetten, Ringen,Ohrsteckern, Briefoder Flaschenöffnern. „Das machen wir seit zehn Jahren und esmacht immer noch Spaß“, erwähnt Jürgen Brockmann und zeigt Neugierigen gerne die mitgebrachte Rohsammlung an Bernstein.

Dekorativer Osterschmuck war am Stand von Doris und Gerd Prochnow aus Papenhorst mit vielen Gestaltungsideen zu bestaunen. Und wer die passende Verpackung für ein Geschenk zu jedem Anlass wie etwa Hochzeit, Konfirmation, Geburtstag oder Familienfest suchte, war bei Beate Hanelt aus Wolfenbüttel richtig.

Ein ergänzendesAngebotmachte die pensionierte Holler Lehrerin Gisela Suden den Besuchern. Sie sammelt saisonale Gräser, Früchte, Blüten Blumen und stellt, wenn sie getrocknet sind, farbenfrohe Gestecke zusammen. Handwerkliches Geschick zeigten die Drechsler Martin Bodenburg und Hermann-Josef Theisgen,der Stuhlflechter Wolfgang Röseler, Almut Hunold mit Filzarbeiten und Christa Prellwitz mit Holzbrandmalerei.

Die Ausstellung eröffneten als Hausherrin Schulleiterin Ulrike Stengert-Schaumburg und Ortsbürgermeister Jörg Bokelmann. Sie dankten Marita Krone-Studnik und dem Fördervereinsteam mit Jeannette Thiede. Rund 50 Torten hatten Eltern, der Förderverein und Aussteller gespendet, so dass niemand bei all dem Trubel Gefahr lief, dass das leibliche Wohl zu kurz kam. Einen weiteren Anlass zum Wiederkommen gibt es auch: Die Rektorin nannte den 9. April als Datum für die Gewerbeschau in der Haupt- und Realschule in Zusammenarbeit mit der Gemeinde.

Abdruck mit freundlicher Genehmigung des Autors (Helmut Schlittenbauer/Hildesheimer Allgemeine Zeitung)

 

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