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Regenflut: Freie Bahn


(Schellerten/tw) Regenwasser ist manchmal ziemlich eigensinnig: Es fließt nicht dort entlang, wo es nach den Vorstellungen der Menschen plätschern soll, sondern sucht sich einfach leichtere Wege. Zum Beispiel in der Dorfstraße, die von der Ortsdurchfahrt in Schellerten abgeht. Dort liegt einer der tiefsten Punkte des Dorfes – was in den vergangenen Jahren immer wieder dazu führte, dass nach starkem Regen ein unerwünschter Teich entstand.

Das Wasser, das sich dort sammelte, sollte sich eigentlich auf der anderen Seite der Bundesstraße 1 über die Regenwasser-Vorflut hinter der Straße An der Schelle verdrücken. Dass es das künftig bereitwilliger als bisher tut, will die Gemeinde durch ein Paket von Maßnahmen erreichen. Zum einen wird der Graben dort, wo er offen ist, vom starken Bewuchs befreit, geglättet und mit einem günstigeren Gefälle versehen. Bisher knickt der Graben kurz vor der Bahnlinie noch im rechten Winkel ab – dort herrscht akute Staugefahr. Der Knick soll künftig nicht so scharf sein.

Außerdem bekommt das Wasser auf einer Überschwemmungswiese die Gelegenheit, sich auszubreiten. Wo der Kanal unterirdisch in Rohren verläuft, wird er auf einer Länge von mehr als 60 Metern erneuert. Der Querschnitt der Leitungen wird künftig ein Drittel größer sein. Insgesamt investiert die Gemeinde in das Paket bis zu 50000 Euro.

Das Geld sei gut angelegt, finden Bürgermeister Axel Witte und Bauamtsleiter Andreas Diehl. Denn die Jahrhunderthochwasser der vergangenen Jahre hätten die Probleme in der Dorfstraße verschärft. „Da muss etwas passieren“, sagt Diehl, „dauerhaft.“

(Abdruck mit freundlicher Genehmigung der Hildesheimer Allgemeinen Zeitung / Thomas Wedig)

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