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Schlüssellochgrab in Schellerten

Schlüssellochgrab in Schellerten

 

Bei den der Erschließung des Baugebietes Schellerten-West vorausgehenden archäologischen Untersuchungen ist 2018 neben einer vermutlich eisenzeitlichen Siedlung und zwei Siedlungsbestattungen ein besonderer Grabhügel nachgewiesen worden.

Grabungsleiter Sebastian Düvel M.A. schreibt:

Einen besonderen Befund stellt ein über 20 m langer umlaufender Graben in Schlüssellochform dar. Dieser gehörte zu einem einstigen Grabhügel, einem sogenannten Schlüssellochgrab. Der Graben war dabei von drei Erdbrücken unterbrochen und wies im Osten zwei große Pfostenstellungen auf, die sehr wahrscheinlich als Stelen oder Grabmarkierungen zu interpretieren sind. Unter dem einstigen Hügel befand sich außerdem der Kreisgraben eines älteren Grabhügels, der scheinbar bewusst mit in die Grabanlage einbezogen wurde. [...] Derartige Gräber sind ein Phänomen der ausgehenden Bronzezeit und kommen vor allem in Westfalen und dem westlichen Niedersachsen vor. Das Grab aus Schellerten nimmt durch seine enorme Größe und der Lage an der Peripherie des Verbreitungsgebietes eine besondere Stellung ein.

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