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06_Garmissen_Geschichte

Das Ortswappen von Garmissen-Garbolzum zeigt auf rotem Grund einen goldenen Schrägbalken mit fünf darauf liegenden schwarzen Rauten. Vorbild dürfte ein Allianzwappen von Levin Ahrenholdt von Garmissen und Catharina Amalie von Gadenstedt gewesen sein, das die Beiden 1750 bei einer Renovierung in der Garmisser Windmühle anbringen ließen.
Das Ortswappen von Garmissen-Garbolzum zeigt auf rotem Grund einen goldenen Schrägbalken mit fünf darauf liegenden schwarzen Rauten. Vorbild dürfte ein Allianzwappen von Levin Ahrenholdt von Garmissen und Catharina Amalie von Gadenstedt gewesen sein, das die Beiden 1750 bei einer Renovierung in der Garmisser Windmühle anbringen ließen.

Im Jahr 1053 schenkte Kaiser Heinrich III. der Hildesheimer Kirche Besitzungen u. a. „in villis Germaredessvn“. In späteren Urkunden variiert die Schreib­weise des Garmisser Ortsnamens stark. Eine erste sprach­wissen­schaftliche Unter­suchung hält es für am wahrschein­lichsten, dass der Name auf „Heim, Siedlung, Wohn­stätte“ eines „Germared, Germward, Germard“ oder „Germer“ zurückgeht.

Zwischen 1186 und 1190 berichten die Quellen von „Ascolfus de Gerboldessem“. König Otto IV. schenkt 1207 dem Kloster Marien­werder eine ihm erbeigene Hufe Land „in Garboldessem“. Dieser Ortsname lässt sich als Heim, Siedlung oder Wohn­stätte eines Gerbold deuten.

Der Turm und das Kirchen­schiff der ev.-luth. St.-Lukas-Kirche sind mittel­alter­lichen Ursprungs und für 1385 lässt sich ein Bertram als Pastor an dieser Kirche nachweisen.

Während der Großen Fehde im Fürst­bistum Hildesheim (1484 –1486) wurde Garbolzum total zerstört. Über­lebende zogen an den Südrand von Garmissen. Erst 1548 besiedelten sie Garbolzum erneut. In Garmissen beschädigten durch­ziehende Truppen während der Hildesheimer Stifts­fehde (1519 – 1523) die Wasser­mühle auf dem Ritter­gut so stark, dass die Familie von Garmissen schließlich die Erlaubnis erhielt, diese aufzugeben und statt ihrer eine Wind­mühle zwischen Garmissen und Garbolzum zu errichten. Als diese Wind­mühle 1750 renoviert werden musste, ließ die damalige Guts­herrschaft, Levin Ahrenholdt von Garmissen und Catharina Amalie von Gadenstedt, ein Allianz­wappen in der Mühle anbringen, welches Mitte des 20. Jahr­hunderts Vorbild für das heutige Orts­wappen gewesen sein dürfte.

Zu Beginn des 19. Jahr­hunderts war die Familie von Garmissen in wirtschaftlichen Schwierig­keiten Das Ritter­gut gelangte zunächst an eine Gruppe von 15 Nachbarn aus Garmissen, Garbolzum und Feldbergen. 1815 übernahm es Anton Schlüter aus Rhene. Die Familie Schlüter bewirtschaftete das Gut bis 1984 und verkaufte es dann an Sebastian Riepl-Bauer.

An der neu eröffneten Bahnstrecke von Hildesheim nach Groß Gleidingen entstand 1888 der Bahnhof Garbolzum. Er trug maßgeblich zum wirt­schaftlichen Aufschwung der Umgebung bei und war bis 1975 in Betrieb. 1934 erhielt Garmissen ein Freibad, das seit 1993 beheizt wird. Die Gäste dieses idyllisch gelegenen Bades kommen aus der ganzen Gemeinde Schellerten und der Umgebung.

Die evangelisch-lutherische Kirchen­gemeinde baute 1958 einen Kinder­garten, 1962/63 ein neues Pfarrhaus sowie ein Gemeindehaus. Viele der um 1900 gegründeten örtlichen Vereine bestehen noch heute und setzen sich aktiv für das dörfliche Leben ein.

 

Veranstaltungen in Garmissen-Garbolzum:



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