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Nachrichtenarchiv

Presseinformationen und Bekanntmachungen der Gemeinde Schellerten sowie der umliegenden Gemeinden und des Landkreises Hildesheim finden Sie in diesem Nachrichtenarchiv.







 
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17.12.2014 
Gemeinderat Schellerten bescheinigt neuer Kämmerin Simone Haase gelungene "Uraufführung"
Schellertens Ratsvorsitzender August-Ludolf Ohlms mit Bürgermeister Axel Witte, der neuen Kämmerin Simone Haase mit Haushaltsplan 2015 sowie der neuen Oberschulrektorin Susanne Meyer (von links). Foto: Hans-Theo Wiechens
(Schellerten/htw) Schellertens Ratsvorsitzender August-Ludolf Ohlms und Bürgermeister Axel Witte stellen zusammen mit der neuen Kämmerin Simone Haase den Haushaltsplan 2015 vor. Rechts im Bild die neue Oberschulrektorin Susanne Meyer von der Richard-von-Weizsäcker-Schule, die erfolgreich für die Fortsetzung der guten Zusammenarbeit zwischen Ihrer Schule und der Gemeinde Schellerten warb. 

Die Gemeinde Schellerten kann im Haushaltsjahr 2015 den Haushalt ausgleichen. Auch in den Folgejahren 2016 bis 2018 kann der Haushalt voraussichtlich ausgeglichen werden. Diese erfreuliche Mitteilung machte die neue Kämmerin Simone Haase dem Rat der Gemeinde in seiner jüngsten Sitzung.

Der Ergebnishaushalt schließt bei den ordentlichen Erträgen und den ordentlichen Aufwendungen mit jeweils 10,812 Millionen Euro ab. Der Finanzhaushalt dagegen mit 10,334 Millionen Euro. Das Steueraufkommen, so Haase, steige um rund 215.000 Euro gegenüber dem Haushaltsjahr 2014. Die Einnahmen aus dem Einkommensteueranteil erhöhe sich um 165.000 Euro auf 3,190 Millionen Euro. Auch bei der Gewerbesteuer sei der Ansatz gegenüber dem Vorjahr um 200.000 Euro gestiegen.

Die Grundsteuer A und B sowie alle anderen gemeindlichen Steuern bleiben unverändert. Der Ansatz bei der Grundsteuer B erhöhe sich sogar um 15.000 Euro.

Dagegen sei die Kreisumlage um 124.800 Euro auf eine Gesamthöhe von 3,56 Millionen Euro angestiegen. Im kommenden Haushaltsjahr, so Haase, werde die Gemeinde mit 14.000 Euro sogar zur Entschuldung anderer Gemeinden beitragen. An Finanzmitteln aus Steuern und Finanzzuweisungen habe man abzüglich der Umlagen knapp 250.000 Euro mehr zur Verfügung als in diesem Jahr.

Im Abwasserhaushalt bleibt alles beim Alten, denn eine Gebührenanhebung ist nicht vorgesehen.

Jedoch belasten die Tageseinrichtungen für Kinder den Haushalt mit rund 660.000 Euro. Die Erhöhung um 160.000 Euro seien auf die geänderte Betriebsführung in Dingelbe und die Einrichtung der zweiten Krippengruppe in Garmissen zurückzuführen.

Für dringende Investitionen würden 1,44 Millionen Euro ausgegeben, die auch aus Krediten in Höhe von 1,206 Millionen Euro finanziert werden, sagte Haase. Andererseits würden 522.000 Euro getilgt, so dass es zu einer Neuverschuldung von 683.400 Euro komme. Der Schuldenstand belaufe sich Ende 2015 auf 5,6 Millionen Euro. Im Jahr 1974 seien es noch 8,7 Millionen Euro gewesen.

Für den Brandschutz sind 267.700 Euro für ein Löschfahrzeug in Ahstedt-Garmissen-Garbolzum und ein Löschfahrzeug in Ottbergen vorgesehen. Die Sportförderung schlägt mit 208.000 Euro zu Buche. Davon allein 180.000 Euro für einen neuen Beckenrand im Freibad Garmissen. Für Verkehrsflächen und -anlagen sind 423.500 Euro für anteilige Kosten beim Ausbau der Bundesstraße 1, der Dorfstraße und behindertengerechte Bushaltestellen vorgesehen. Der Bauhof erhält für 105.000 Euro neue Fahrzeuge und die Ortschaft Kemme 50.000 Euro für ein neues Dorfgemeinschaftshaus.

Einstimmig verabschiedete der Rat ohne große Diskussionen die Haushaltssatzung mit dem Investitionsprogramm. Zuvor lobten die Fraktionssprecher Martin Ritter (CDU) und Ingeborg Peine (SPD) die qualifizierte Vorarbeit der Kämmerin.

Dass sich beide Fraktionen bei einer Klausurtagung in der Partnergemeinde Niemegk bei Potsdam auf diesen Haushalt vorbereitet haben, sei sicher einmalig, aber ein gutes Beispiel vorbildlicher Gesprächskultur, sagte Bürgermeister Axel Witte.

Das bestätigte zu Beginn auch Ratsvorsitzender August-Ludolf Ohlms, der Witte nach seiner Wiederwahl als Bürgermeister im Mai zu Beginn der Sitzung rein formell für den Zeitraum bis Ende Oktober 2021 vereidigte. Schon damals, so Ohlms, hätten sich beide Parteien auf den einzigen Kandidaten Witte verständigt. Der habe bei der Wahl dann eine eindrucksvolle Bestätigung durch die Wähler erhalten.

Mit Blick auf den Haushalt warf Witte ein, dass der Haushalt nicht zu halten sei, wenn der Landkreis Hildesheim die Kreisumlage im Februar erhöhe. Ein derartiger Beschluss des Kreistages, so Witte, wäre ein Griff in die Taschen der Bewohner aller Kommunen.

Er bedankte sich beim Rat für das gute politische Klima und das in ihn gesetzte Vertrauen.

In gleicher Sitzung stellte sich auch die neue Oberschulrektorin der Richard-von-Weizsäcker-Schule, Susanne Meyer, vor. Sie sei bereits zehn Jahre an der 250 Schüler zählenden Oberschule tätig und hoffe, dass sie "in ihrem neuen Amt nichts kaputt mache". Von der Gemeinde wünsche sie sich neue Baugebiete, damit die Schule auf dem Lande immer genügend Schüler habe. Bis zum zehnten Schuljahr, so Meyer, würden die Kinder in der Schule auf das Leben fit gemacht. Mit der Besetzung einer dringend notwendigen Schulsozialarbeiterin gebe es in der Schule jedoch noch eine kleine Baustelle.

Einstimmig verabschiede der Rat abschließend noch das gemeinsame erarbeitete ILE-Konzept zwischen der Gemeinde Holle und den Städten Bad Salzdetfurth und Bockenem. Auch bewilligte er die notwendigen Mittel im Falle einer Förderung von Maßnahmen im Bereich des Gemeindegebietes.      

Abdruck des Originalberichtes von Hans-Theo Wiechens mit freundlicher Genehmigung des Autors.

 

 
Der vorstehende Text ist Bestandteil des Nachrichtenarchivs des Landkreises Hildesheim und der umliegenden Gemeinden.

Die Gemeinde Schellerten, ihre Mitarbeiter und Beauftragten sind nur verantwortlich für solche Texte des Nachrichtenarchives, die mit dem Autorenkennzeichen (Schellerten) am Textanfang gekennzeichnet sind.  

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