Farmsen liegt an der einst von Hildesheim nach Wolfenbüttel führenden Heerstraße. Noch in der Gaußschen Landesaufnahme (1827-1840) wird ein Gebiet nördlich der Straße Farmsen - Dingelbe als „Heerstraßen Feld“ bezeichnet.
In mittelalterlichen Akten und Urkunden auftretende Namensformen von Farmsen werden zumeist mit „V“ geschrieben. Die Schreibweise „Vermessen“ kommt dabei sehr häufig vor. So auch bei der ersten bekannten Erwähnung des Dorfes 1151.
Bischof Bernhard bestätigte in jenem Jahr dem Moritzstift, westlich von Hildesheim gelegen, Grundbesitz in Farmsen.
Im 13. und 14. Jahrhundert gelangte der größte Teil der Farmser Feldmark durch Vermächtnisse und Verkauf in den Besitz des St. Magdalenen Klosters in Hildesheim. Erst mit Beginn der Ablösung der Grundherren - ab 1812 - wurden die Farmser Bauern allmählich Eigentümer des Landes.
Eine wahrscheinlich im 14. Jahrhundert am Ort erbaute und dem Hl. Godehard geweihte Kapelle wurde 1936 abgerissen und durch den Bau der jetzigen Kirche ersetzt.
Die in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts gegründete Ziegelei prägte, neben der Landwirtschaft, bis Mitte des 20. Jahrhunderts das Ortsbild des kleinen Dorfes.
Ein Relikt aus dieser Zeit, die Farmser Tonkuhle, ist als Naturschutzgebiet ausgewiesen und wird vom Ornithologischen Verein Hildesheim gepflegt.
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Farmsen
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Farmsen
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Farmsen und Kemme
