(Berlin/Hannover/Schellerten) Aktualisiert: 21.10.2010 - Der neue Personalausweis kommt am 1. November 2010, hat das Format einer Scheckkarte und bietet zahlreiche neue Funktionen und viele Einsatzmöglichkeiten in der Online-Welt. Eine Umtauschpflicht vor dem Ablauf der Gültigkeit des bisherigen Ausweises besteht nicht. Alle alten Personalausweise behalten ihre Gültigkeit bis zu ihrem Ablaufdatum. Ein vorzeitiger Umtausch ab dem 1. November 2010 ist aber jederzeit möglich.

Externer Link: www.personalausweisportal.de

Das Bundesministerium des Innern weist auf das seit Anfang Mai ein Informations- und Serviceportal zum neuen Personalausweis im Internet online verfügbar ist. Bürgerinnen und Bürger, Firmen und Verwaltungen können sich unter www.personalausweisportal.de umfassend über den neuen Ausweis informieren.

Die Webseite gibt Auskünfte zu den neuen Funktionen, zur Handhabung und zum Schutz der persönlichen Daten. Diensteanbieter können über diese Website ihre Anträge auf die Erteilung von Berechtigungszertifikaten bei der Vergabestelle für Berechtigungszertifikate stellen.

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Externer Link: www.nsgb.deMit dem neuen Dokument kommen allerdings erhebliche Kosten auf die Bürgerinnen und Bürger und die Städte und Gemeinden zu. Darauf weist der Nieders. Städte- und Gemeindebund in einer Presseerklärung hin. Die Bundesregierung hat die Gebühr für die Ausstellung des neuen Personalausweises durch Rechtsverordnung auf 28,80 Euro bei einer Gültigkeitsdauer von 10 Jahren festgelegt. Hiervon sollen die Kommunen 6 Euro für den bei Ihnen entstehenden Verwaltungsaufwand erhalten. "Dieser Betrag ist überhaupt nicht kostendeckend. Wir gehen davon aus, dass der Aufwand für die Städte und Gemeinden bei 15 Euro liegen wird", erklärte der Pressesprecher des Niedersächsischen Städte- und Gemeindebundes, Thorsten Bullerdiek, in Hannover. "Es ist nicht hinnehmbar, dass die Städte und Gemeinden viel mehr Arbeit mit dem neuen Personalausweis bekommen und auf den Kosten sitzen bleiben. Landesweit rechnen wir mit einem Minus in den kommunalen Kassen von ca. 70 Millionen Euro, die in Zeiten knapper Kassen von den Städten und Gemeinden nicht finanziert werden können. Wir erwarten, dass der Bund deutlich nachbessert und den Verwaltungsanteil der Kommunen auf zumindest 15 Euro festsetzt", so Bullerdiek.

Der Niedersächsische Städte und Gemeindebund (NSGB) ist der kommunale Spitzenverband der kreisangehörigen Städte, Gemeinden und Samtgemeinden in Niedersachsen. Der Verband spricht für über 400 kreisangehörige Städte, Gemeinden und Samtgemeinden in Niedersachsen. Über 15.000 von 22.000 gewählten Mandatsträgern repräsentieren die genannten Gebietskörperschaften.

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Umfassende Informationen zum neuen Personalausweis sowie eine Übersicht über die anfallenden Gebühren erhalten Sie auf dieser Seite im Bürgerservice.

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Foto und Video: "Sicher im Netz - Der neue Personalausweis" (c) www.cio.bund.de & www.sicher-im-netz.de